In den folgenden Jahrzehnten wandelte sich seine Nutzung: aus der Bewahranstalt wurde eine Warteschule, später diente das Gebäude als Kreisberufs- und Handelsschule, Förderschule und Jugendzentrum. Im Zuge des DRK-Gesetzes wurde es 1940 in die Strukturen des Zentralkomitees in Berlin eingebunden. Nach dem Zweiten Weltkrieg übergab die britische Militärregierung das Haus 1947 zur Nutzung an den DRK Ortsverein Lehrte, 1951 erfolgte die offizielle Rückgabe als Eigentum.
Heute ist das Gebäude wieder vollständig in der Hand des Ortsvereins – als lebendiges Zentrum für soziale Projekte, Schulungen, Begegnungen und ehrenamtliche Arbeit. Die Stiftung von Albertine Stackmann wirkt bis heute fort – als Fundament für gelebte Hilfe in Lehrte.
Das Jubiläumsfest verbindet diese Geschichte mit einem vielfältigen Programm, das Lehrte in Bewegung bringen soll. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft werden erwartet, um die Bedeutung des Hauses und des Ehrenamts zu würdigen. Die DRK‑Bereitschaft zeigt moderne Einsatztechnik und realistische Vorführungen, befreundete Vereine unterstützen mit eigenen Beiträgen, und ein familienfreundliches Programm mit Kinderaktionen lädt zum Mitmachen ein. Zusätzlich öffnen wir unsere historischen Bestände: Archivmaterial und Suchregister geben seltene Einblicke in 120 Jahre Rotkreuz‑Arbeit in Lehrte. Besucherinnen und Besucher können mit Vorstand, Einsatzkräften und Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen – über das DRK in Lehrte gestern, heute und in Zukunft.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Einladung zum Engagement: Wer sich einbringen möchte, findet beim DRK immer eine passende Aufgabe – ob in Bereitschaft, Sozialarbeit, Blutspende, Jugend oder Gemeinschaftsprojekten. Das gesamte Team zeigt an diesem Tag offen und persönlich, wie vielfältig und erfüllend ein Ehrenamt sein kann. Ganz nach unserem Motto: „Mitmachen ist wie diskutieren, nur krasser.“
