Man könnte meinen, dass die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer es im Schlaf beherrschen, doch genau das regelmäßige Wiederholen ist der Schlüssel zum Erfolg. In verschiedenen Teams wurde trainiert, wie man einen Herz-Kreislauf-Stillstand professionell versorgt. Wichtig war hierbei auch, dass die Teams möglichst schnell die Notwendigkeit zur Reanimation erkennen sollten, um dann mit den Thoraxkompressionen (dem „Drücken") zu beginnen.
Es ging aber nicht nur darum, die Technik zu bedienen, sondern vor allem um das Zusammenspiel im Team. Während eine Gruppe die Reanimation durchführte, schauten die anderen Mitglieder der Bereitschaft ganz genau hin. Dadurch wurde auf jedes Detail geachtet: Stimmt die Drucktiefe und Frequenz bei der Herzdruckmassage? Wird der Patient effektiv beatmet? Und, was oft unterschätzt wird, wie läuft eigentlich die Kommunikation untereinander ab?
In einer Stresssituation ist es lebenswichtig, dass klare Ansagen gemacht werden und jeder weiß, was der andere gerade tut. Diese gegenseitige Beobachtung hilft dabei, kleine Fehler sofort zu korrigieren, bevor sie sich festigen könnten. Weil diese Abläufe mehrmals im Jahr konsequent wiederholt werden, wird sichergestellt, dass auch unter extremem Zeitdruck sicher agiert werden kann. Am Ende des Abends ging es für alle mit dem guten Gefühl nach Hause bestmöglich vorbereitet zu sein, für wenn es wirklich einmal um Sekunden gehen sollte.
